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Längst sind die Zeiten vorbei, wo der “Kammerjäger” mit der Pulverspritze auf Ungezieferjagd ging. Schädlingsbekämpfung ist jedoch in unserer Wohlstandsgesellschaft, in der schädliche Insekten und Nagetiere immer mehr Verbreitung finden, ein unverzichtbares Muß. In vielen Bereichen des täglichen Lebens ist Schädlingsbekämpfung und Schädlingsvorsorge sogar gesetzlich vorgeschrieben. Besonders da, wo Schädlinge Krankheiten übertragen können und Materialien sowie Vorräte geschützt werden müssen.

Die Industrie hat inzwischen Wirkstoffe und Bekämpfungsmittel entwickelt, die ohne kritische Belastung der Umwelt und ohne Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Haustier angewendet werden können. Dazu befähigt ist allerdings nur der sachkundige Fachmann, also der professionelle Schädlingsbekämpfer mit entsprechender Ausbildung. Ein Schädlingsbekämpfer mit einer abgeschlossenen Ausbildung in einem anderen Ausbildungsberuf durchläuft heute in seinem neuen Ausbildungsberuf eine 3-jährige Ausbildungszeit, die mit einer IHK-Prüfung endet. Fachwissen ist gefragt und notwendig.
Das Fachwissen eines geprüften Schädlingsbekämpfers muß heute Kenntnisse über Biologie und Verhaltensweise der Schädlinge, typische Schadbilder, Verkehr und Umgang mit gefährlichen Stoffen, Dosier-, Flächen- und Raumberechnungen, Geräte, Verfahren der Vorbeugung, des Schutzes und der Bekämpfung, fachbezogene und gesetzliche Grundlagen, insbesondere Chemikalienrecht, Gefahrstoffrecht, Pflanzenschutzrecht, Lebensmittelrecht, Abfallbeseitigungsrecht, Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit, Unfallverhütung, Belange des Umweltschutzes und anderes mehr umfassen.